Homilie des Bischofs Pavel Posád in der Feier des Allerheiligsten Gottesherzen im St. Stefans

Homilie des Bischofs Pavel Posád aus dem 15. Juni 2007 in der Feier des Allerheiligsten Gottesherzen im St. Stefans – Dom in Leitmeritz

Geliebte, Schwestern und Brüder, liebe Kinder,

wir können sagen, dass die Kirche sehr reichlich zu uns allen ist, weil sie uns immer neue Ereignisse zu probieren gibt  – Feierlichkeiten, große Geheimnisse. Heute erleben wir die Festlichkeit des Allerheiligsten Gottesherzen Jesus, und wir möchten für eine Weile beanstanden, was wir gerade gehört haben. Die Liebe Gottes ist uns in unser Herz ausgegossen durch den Heiligen Geist, der uns gegeben wurde. Die Liebe Gottes ist in unser Herz ausgegossen. Christus ist doch in der Zeit, wann wir noch schwach waren, für Gottlose gestorben. Pavel sagt den Römern im Brief: „Kaum jemand beendet sein Leben für einen Gerechten“, vielleicht für einen Guten entschließt sich jemand, zu sterben, aber Gott beweist uns seine Liebe dadurch, dass Christus für uns gestorben ist, als wir noch Sünder waren. Das sollen wir heute entdecken, das soll uns heute berühren, diese große Tiefe echter Liebe.

Wir Leute kommen oft zu Gott und bemühen uns, ihn zu überzeugen, dass wir doch viele Verdienste haben, dass wir ziemlich vollkommen sind, dass Gott an uns viel Gutes finden kann, und das heutige Fest führt uns dazu, damit wir uns dessen bewusst werden, dass Gott für die Sünder gestorben ist, für jeden von uns. Dadurch beweist uns Gott seine große Liebe, und das ist das, was uns berühren soll. Die Hochachtung zu diesem liebenden Herzen des Herrn Jesus ist eine Hochachtung, die im christlichen Volk tief verwurzelt ist.

In biblischer Sprache wird das Herz nicht nur physisch gemeint, sondern noch viel mehr. Das Zentrum und die Mitte menschlicher Person, oder Göttlicher Person. Der Sitz aller Gefühle, aller Absichten. Wenn wir das Göttliche Herz von Jesus verehren, verneigen wir uns der Liebe – dem Gott Christus. Wir verneigen uns seinem Willen, wann er sich unerschwinglich danach sehnt, dass alle erlöst werden. Und dass sie sich seinem unendlichen Erbarmen ergeben.

Wissen Sie, es überrascht mich immer ein bisschen und es ist auch meine Erfahrung, wenn ich Leute treffe, die irgendwie unvernünftig dadurch prahlen, dass sie ungläubig sind. Auch heute habe ich einen solchen Menschen getroffen und habe mit ihm gesprochen. „Wissen Sie, meine Frau ist gläubig, sie geht in die Kirche und betet, ich jedoch nicht. Ja, ich habe in meiner Jugend ministriert, bin in die Kirche gegangen…das ist seit langem.“ Und ich habe ihm gesagt: „Das ist ein großer Schaden, denn das, dass Sie Gott verlassen haben, bedeutet, dass Sie die Quelle des Lebens, die Quelle der Freude verlassen haben“ Und das sind Worte des heutigen Evangeliums. Im Himmel gibt es eine große Freude über einen Sünder, der bekehrt wird. Herr Jesus traut sich zu sagen: „Größer als über 99 Gerechte, die die Bekehrung nicht brauchen.“

Grosse Liebe Gottes ist das, was wir heute komplementieren sollen. Das, was uns überraschen, bekehren soll. So liebt mich Gott nicht, weil ich gut bin, weil ich welche Kriterien erfüllt habe. Seine Liebe ist eine bermherzige Liebe, das heißt eine unverdiente Liebe. Teresia vom Kind Jesus sagt, damit wir verstehen, wie die Liebe Gottes zu uns ist, müssen wir die Liebe der Mutter zu einem kleinen Kind, zum Wickelkind betrachten. Sie – Mutter – gibt ihm alles, ganz alles. Und das Kind kann es durch nichts, gar nichts verdienen.

Es ist eine galante Liebe. Liebe, die keinen Grund hat. Und mit einer solchen Liebe liebt uns alle Gott. Dem Herzen von Jesus huldigen, das ist das, was wir heute machen wollen, den ganzen Tag lang und besonders durch diese Eucharistie, bedeutet das Herz zu odorisieren, das uns voll geliebt hat – mit einer narrigen Liebe.

Es wurde mit einer Lanze durchgestochen, und von Höhen des Kreuzes hat es Blut und Wasser ausgegossen – eine unerschöpfliche Quelle des neuen Lebens. Eine unerschöpfliche Quelle der Liebe.

Brüder und Schwester, wenn wir es heute doch erleben, wenn es uns doch irgendwie berührt, diese Liebe. „Ei, Opferlamm“. Ei derjenige, der vor Liebe zu uns auf diese Welt gekommen ist. Vor Liebe zu uns beim Letzten Abendessen hat er uns seinen Leib und sein Blut geschenkt. Und am Kreuz, wie wir gehört haben, hat er die Quellen des neuen Lebens aufquellen lassen.

Napsal Leoš Sikora, tisk, přečteno 3853x

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