Homilie des Bischofs Pavel Posád in Česká Lípa

Homilie des Bischofs Pavel Posád in Česká Lípa bei Vikariatspilgerfahrt von 3 Vikariaten in der Basilika Allerheiligen am 19. Mai 2007 um 10:00 Uhr.

Meine lieben Altarmitbrüder, liebe Mitbrüder der Geistlichkeit, Diakonen und besonders heute bin ich froh, dass es unter uns heute Mitglieder des Kapitels St. Stefan Väter Kanoniker gibt. Es gibt von ihnen hier fast eine Hälfte des Kapitels, deshalb sind wir froh, dass wenn hier Kapitel gefeiert wird, ist sie hier auch anwesend.

Česká Lípa foto 1

Česká Lípa foto 1

Und noch einmal, jetzt am Anfang der Homilie, möchte ich jeden von Ihnen begrüssen, die von zwei Vikariaten hierher gepilgert sind, und zwar aus Česká Lípa und Mladá Boleslav, damit wir auf gemeinsamer Pilgerfahrt den Gott feiern können, den Austritt des Heiligen Geistes erwarten, die sieben Tage vor Pfingsten, und damit wir so, und darum geht es uns auf erster Stelle, zu geistiger Erneuerung unserer Diözese beitragen. Unserer Ortskirche. Wie Sie wissen, es ist bereits die vierte Pilgerfahrt – letzter zwei Vikariaten. Als würden die drei Pilgerfahrten die ganze Diözese umgehen, und jetzt kehren wir in Ihrer Stelle ein, damit die geistliche Erneuerung ihren Höhepunkt erreicht.

Wir haben die Pilgerfahrten zu Ostern erlebt, und deshalb haben wir den auferstandenen Christus gefeiert und verherrlicht, den diese Osterkerze bei meiner rechten Hand symbolisiert. Christus ist wirklich auferstanden und lebt unter uns: „Ich bin an allen Tagen mit euch, bis zum Ende der Welt. Ich bin an allen Tagen mit euch“. Und wenn jetzt Christus in den Himmel getreten ist, was wir am Donnerstag gefeiert haben; ja, er hat sich zum Vater gegeben – in die Dreifaltigkeit, aber Er hat uns nicht verlassen, er bleibt weiter mit uns. Das ist das Geheimnis der Himmelfahrt von Christus. Und heute auf der vierten Vikariatspilgerfahrt ist unsere Aufmerksamkeit auf eine besondere Art und Weise an die hervorragende, große Gabe vom Himmel gerichtet – zur Gabe des Heiligen Geistes, des Trösters.

Česká Lípa foto 2

Česká Lípa foto 2

Der gestorbene Heilige Vater Johannes Paul II. hat oft wiederholt, bestimmt kennen Sie es von ihm: „Geben Sie Europa Geist!“. Der Geist Europas kann nur der Heilige Geist werden. Wenn wir einzige europäische Länder beobachten, dann sehen wir, dass Europa einen großen ökonomischen, sozialen und politischen…Fortschritt erreicht hat. Aber was werden wir sehen, wenn wir uns Europa aus religiöser Sicht ansehen? Brüder und Schwester, wir müssen konstatieren, dass Gott nicht mehr die Mitte Europas ist.

Nicht nur dasjenige, dass von der europäischen Verfassung, und es gab viele Diskussionen darüber, Wörter wie Gott und Christus ausgelassen wurden, und wir wissen, dass Vatikan dazu bemerkt hat: „Erkennen Sie mindestens dasjenige an, dass historisches Europa mit christlicher Kultur verbunden ist…“. Wie ist die Realität des Lebens um uns? Falls in europäischer Verfassung des Wort Gott nicht vertreten sein wird, ist es zwar nicht gut, aber es ist nicht tragisch. Eine Tragödie besteht darin, dass Gott aufgehört hat, Zentrum Europas, Zentrum unseres Lebens zu sein, und dass wir uns irgendwie von unseren eigenen Wurzeln, von unserem eigenen Leben abgetrennt haben. Und deshalb ruft Johannes Paul II. so: „Geben Sie wieder Europa Geist zurück, Europa stirbt“. Wenn die Seele vom Leib abgeht – das ist der Tod. Wenn Gott von unserem Kontinent abgeht  – bedeutet es genauso den Tod.

Česká Lípa foto 3

Česká Lípa foto 3

Sie wissen, dass Sie den Menschen danach kennen lernen, was für eine Seele er hat. Wir können sagen, dass die Seele Europas des 21. Jahrhunderts Geld, Ökonomik, Wohlstand und Reichtum ist. Und wo sind andere Werte hingekommen? Wo ist der notwendige Wert des Menschen, armen, nicht hochentwickelten Ländern zu dienen? Wo ist der Bedarf, Familie zu schützen und Leute von ihren beschädigten Beziehungen zu heilen? Es reicht, sich alte Länder unseres alten Europas anzusehen, und wir sehen, in wie vielen Ländern die Abtreibung, Euthanasie, homosexuelle Beziehungen und Klonen legalisiert ist… und ich könnte noch weiter die Aufzählung der Schmerzen dieser Zeit fortsetzen.

Brüder und Schwester, deshalb haben wir uns hier getroffen.. Wir haben das Wort Gottes gehört, dass wir um die Gabe des Heiligen Geistes rufen sollen, damit wir Evangelium allen Nationen predigen können. Vor Hunderten von Jahren hat die Seele Europa St. Benedick gegeben. Und es ist sehr wichtig zu sehen, wie er es gemacht hat. Er hatte keinen Plan, Europa umzukehren, und so nach Jahrhunderten ein Patron Europas zu werden. Er hat sich entschieden, das ist für uns ein wunderschöner Anstoß – für unser Leben, er wollte Einsiedler sein. Er wollte durch sein ganzes Leben Gott dienen. Er hatte nicht im Plan, Kloster aufzubauen, sondern er hat sich entschieden, aus Leibeskräften Gott zu lieben. Ihn um jeden Preis lieben. Ihn ohne Kompromiss, ohne Vorbedingung zu lieben. Ihn vollkommen zu lieben. Und deshalb hat er viele Sachen verlassen.. So wie Abraham am Anfang unseres Glaubens und so wie viele weitere  – Apostel, und in letzter Zeit zum Beispiel Mutter Theresa. Er hat Geld, Eigentum, Welt verlassen und ging zu Jesus. Als junger Mann ist er zur Neuheit des Evangeliums gelaufen. Und erst später hat sich Benedikt entschieden, das Leben der Leute zu organisieren, die ihm gefolgt haben; die sich nach seinem Beispiel – sein Beispiel hat andere mitgerissen, und sie haben sich auch Gott für ihr alles ausgewählt. Und so hat „es“ zum Beispiel nicht nur Benedikt, sondern auch St. Franz und weitere und weitere erlebt, die er bei sich gelassen hat. Brüder und Schwester, die Verantwortlichkeit liegt jetzt nicht in Händen von Benedikt, Franz und Mutter Theresa, die im Himmel sind, sondern die Verantwortlichkeit liegt an uns und ist in unseren Händen. Gott, und wir wollen es an dieser Pilgerfahrt bewusst werden, fordert von uns das wenige, das wir vollbringen sollen. Man kann sagen, dass wir keine großen Projekte zu planen brauchen, auch Jesus hat sie in seinem Leben nicht geplant; Jesus hatte nicht im Plan nach Alexandrien, Athen oder Rom. Sie wissen, dass sich Jesus während seines gesegneten Gotteswirkens auf ein kleines Gebiet des Heiligen Landes beschränkt hat. Und trotzdem hat er seine Seele aus dieser Stelle Millionen und Milliarden von Leuten verschenkt. Das ist der Grund, warum Jesus diese Gabe vom Vater versprochen hat. Er hat den Aposteln gesagt: „Ich schicke euch einen Tröster – den Heiligen Geist und ihr werdet meine Zeugen bis zum Ende der Welt“. Das ist die Kunst, das ist die Gabe. Sie nehmen den Heiligen Geist an und Er bringt die Große Schöpfung voll. Brüder und Schwester, stellen Sie sich für unsere Verstärkung die zwölf Fischer vor – sie hatten keine theologische Schule, keine besondere Ausbildung, sie waren zwar auch keine Geistlichkeit in unserem Sinne, es waren einfache Menschen, vielleicht einfacher als wir. Sie haben keine Schule besucht, vielleicht konnten sie auch nicht lesen und schreiben – einige. Und diesen zwölf hat Jesus gesagt: „Ihr werdet meine Zeugen sein, bis zum Ende der Welt!“. Deshalb erschrecken Sie nicht, wenn dies heute Christus jedem von uns sagt. „Du wirst mein Zeuge bis zum Ende der Welt sein!“ Brüder und Schwester, was sollen wir heute tun? Sehr konkret? Sich in seine Hände zu ergeben. Unsere Herzen für den heiligen Geist öffnen, damit Er durch uns handelt. Damit uns der Heilige Geist als Instrumente benutzt. Wie zum Beispiel dort die jungen Instrumente spielen, so wird der Heilige Geist sein Lied durch jeden von uns spielen. Sich ihm zur Verfügung stellen. Dasjenige Instrument, das voll in Händen des Künstlers ist, ist demütig und unnützlich. Der Künstler kann es jederzeit ablegen und jederzeit wieder nehmen. Möchte der Heilige Geist in uns auswirken, was Er selber will.

Brüder und Schwester, sagen wir also jetzt, in dieser Weile: „Heiliger Geist, wir sind da, um uns Dir heute zu ergeben, wir wissen, wie schwach wir sind, wie wir unsere Beschränkungen und unsere Grenzen haben, wir wissen, Herr, wie wir uns verekeln können, aber wir wissen auch, dass Du durch einfache und natürliche Leute Wunder machst. Mein Herr und Gott, Heiliger Geist, verschmelze mich, formiere mich, fülle mich ein und benutze mich, beseitige Mein Herr, alle Hindernisse, die ich Dir gebe, damit Du in mir voll wirken kannst, gib, mein Herr, dass jeder von uns – wie wir hier sind – eine strahlende und saubere Lampe wird, voll von Öl der Heiligen Geistes. Damit aus diesem Öl des Heiligen Geistes in uns die Flamme der Awesenheit Gottes brennt. Und dass diese Flamme die Welt und alle Leute um mich bescheint! Amen.“

Mgr. Soňa Miškovská Dolmetscherin

Homilie des Bischofs Pavel Posád (video)

Download video

Napsal Leoš Sikora, tisk, přečteno 4537x

Novinky

Náhodná fotka z fotogalerie

Vítejte

na webových stránkách Mons. Pavla Posáda, světícího biskupa se sídlem v Českých Budějovicích. Tento web je určen ke komunikaci křesťanů s biskupem Pavlem. Doufám že Vám všem, čtenářům těchto stránek přinese radost i poučení. pater Martin Davídek

Texts in English

Lingua Latina